Star-Talk mit Michael Sandorov (Sturm der Liebe – Servus TV)

(Hinweis an Schaupieler, die die Kategorie ansehen! Die Antworten müssen NICHT so lange sein! ATTENTION: If you also answer our StarTalk you DON´T have to write as much as Michael!)
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Wir haben Michael Sandorov unsere Fragen geschickt und er hat sich dafür sehr, sehr viel Zeit genommen. Raus gekommen sind diese langen Antworten.
sandorov

WalkofMovies: Wem hast du dein erstes Autogramm gegeben?
Michael Sandorov: Das war noch zu Radiozeiten. Das muss 2000 oder 2001 gewesen sein. An wen, das weiß ich nicht mehr. Wir moderierten immer mal wieder auf Stadtfesten, Messen oder ähnlichen Events. Der Radiosender hatte damals für die Moderatoren keine eigenen Autogrammkarten. So mussten wir – wenn tatsächlich mal jemand ein Autogramm von uns haben wollte – auf den Flyern vom Radiosender unterschreiben oder ganz uncool: auf einem Fetzen Papier, Bierdeckel oder so. Als die ersten Autogrammanfragen bei „Sturm der Liebe“ eintrudelten, machte ich aus der Not heraus Screenshots von guten Szenen mit mir in der Uniform, ließ davon „Bild vom Bild“-Abzüge erstellen und hatte dann einfach diese Fotos unterschrieben. Ja ja, lang ist’s her. Wer wohl noch solche Autogramme von mir hat!? 🙂


WalkofMovies: Witzigste oder komischste Fanreaktion?

Michael Sandorov: Puh, da gibt es sooo viele in den mittlerweile über 11 Jahren „SDL“. Lustig ist es immer, wenn ich als Kameramann unterwegs bin (einer meiner anderen Berufe) und mich Leute erkennen, aber sich dann doch nicht so sicher sind, weil ich eben mit einer Fernsehkamera auf der Schulter unterwegs bin. Ich erinnere mich an einen der „Sturm der Liebe“-Fantage, bei dem ich als Kameramann drehte und immer wieder Getuschel hinter meinem Rücken hörte. Ein Mädchen zu ihrer Freundin: „Guck mal, da ist Page Peter!“ – „Wo?“ – „Na dort drüben! Der mit der Kamera!“ – „Ach Quatsch, jetzt denk doch mal nach. Warum sollte ausgerechnet Page Peter mit einer Kamera rumlaufen?“ Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, weil sich die Mädels fast gestritten hatten und jede recht behalten wollte. Besonders viel passiert auch auf Facebook. Wenn ich mal als „Page Peter“ mit den Fans chatte (was doch sehr selten vorkommt aufgrund des Zeitmangels), dann kennt die „Kreativität“ der Fans KEINE Grenzen. Ich hatte mal vor einigen Jahren meine „Top10“-Fragen von Fans zusammengestellt und diese habe ich nun für euch nochmals herausgekramt, weil ich sie immer noch richtig unterhaltsam und skurril finde:
1. „Kennst Du da auch welche, die da mitspielen? Kannst Du mir Namen sagen, oder darfst Du das nicht?“
2. „Lässt der Besitzer des Schlosses euch drehen, oder macht ihr das einfach immer so?“
3. „War die „Karantene“ (!!!) auch so schlimm für Dich?“
4. „Geht’s wieder los?“ – „Was geht los?“ – „Dreht ihr etwa nicht?“ – „Doch, immer Mo-Fr!“ – „Also jetzt nicht?“
5. „Wieso sieht man euch immer nur im TV? In meiner Stadt hab ich euch noch nie gesehen…“
6. „Wie kommt ihr an Essen?“
7. „Ich hab mich in diese Marlene verlibt. Kannst du meine numer und email abgeben. 017…!“
8. „Wie ist das wenn man in einem Hotel arbeitet und da drehen die Stars dort?“
9. „Wo kann ich alle Folgen sehen wo Moritz sich mit Ines küsst?“
10. „Gruß, Michael!“ – „Wieso Michael?“ – „Weil ich Michael heiße!“ – „Aber Du heißt doch Page Peter!“ – „In Wirklichkeit aber Michael!“ – „Ach so, ist ja lustig!“

Ja, LUSTIG … irgendwie! Wer braucht da schon nen „TATORT“ ???

WalkofMovies: Wann kommen dir die Tränen?
Michael Sandorov: Grundsätzlich beim Thema ‚TOD‘. Wenn ich an Menschen denke, die mir nahe standen und bereits „gehen mussten“, oder aber bei denjenigen, wo es abzusehen ist, dass es nicht mehr lange gutgehen kann. Beim Fernsehen oder im Kino kommen mir selten Tränen. Wobei es beim Til Schweiger-Film „Honig im Kopf“ tatsächlich dazu kam. Es erinnerte mich an gewisse Situationen aus meinem engeren Umfeld und das machte mich unfassbar traurig. Abschiednehmen zu müssen und es nicht verhindern zu können. Zuletzt kämpfte ich bei einem Halbmarathon die letzten zwei Kilometer gegen Tränen an. Ich hatte schwierige Monate hinter mir, was das Laufen anbelangte und eigentlich war ich immer noch nicht so weit, 21 Kilometer nach der langen Pause mal eben so zurückzulegen. Ich spürte, dass sich mein Körper dagegen wehren wollte, aber ich zog den Lauf dennoch durch (wohlwissend, dass ich mit meiner Gesundheit spiele). Es war also ein emotionaler Lauf und ein harter Kampf gegen mich selbst.

WalkofMovies: Für was würdest du viel Geld ausgeben?
Michael Sandorov: Definitiv für Reisen! Ich war heuer im Mai für drei Wochen in Australien und da ich leider viel zu selten in Urlaub fahre, war es mir wichtig, es auch zu genießen und nicht das billigste Hotel zu nehmen oder Attraktionen auszulassen, nur um zu sparen. So wurde es dann ein doch recht teures Vergnügen, was ich aber absolut nicht bereue. Es war einfach grandios! Wenn ich von meinen beruflichen Verpflichtungen her könnte, würde ich gerne jedes Jahr für 3-4 Wochen am Stück verreisen, aber dazu bin ich dann doch zu sehr Workaholic. Außerdem kostet mich das eigene Auto sehr viel Geld. Als Pendler, der pro Jahr rund 70.000 km zurücklegt, kommen enorme Spritkosten auf mich zu. Ebenso die zu schnell kommenden Kundendienst-Kilometerintervalle. Somit ist mein Auto ein richtiger Luxus.

WalkofMovies: Lieblingsspielzeug als Kind?
Michael Sandorov: Ich liebte Matchbox-Autos und vor allem diese Carrera-Rennbahnen zum Selberstecken. Musste jetzt erst mal googlen, wie die genau hießen. ‚Carrera Strax‘, spuckte mir das Internet grad aus und ich glaube, in dieser Form gibt es sie in der heutigen Zeit gar nicht mehr. Diese Rennbahnen waren unglaublich toll! Viele Stunden konnte man mich damit „ruhigstellen“. Aber auch für diese kultigen He-Man-Figuren (ich hatte etliche davon) konnte ich mich sehr begeistern. Kuscheltiere durften natürlich auch nicht fehlen und alle von ihnen hatten eine spezielle Bedeutung für mich. Hach, Kind müsste man wieder sein…

WalkofMovies: Was war dir unglaublich peinlich?
Michael Sandorov: Solche Fragen habe ich als Redakteur schon selbst hundertfach gestellt und „ärgere“ mich immer wieder darüber, wenn den jeweiligen Interviewpartnern dazu nichts gescheites einfällt. Tja, und jetzt geht’s mir selbst so! Na toll! Aber eines fällt mir dann doch ein: als ich damals mein TV-Volontariat bei einem Münchner Sender machte, ging ich bei einer Kollegin am Schnittplatz vorbei. Da sah ich ein Standbild einer Frau auf dem Bildschirm mit einer ziemlich ungünstigen Einstellung. Ich möchte jetzt nicht erwähnen, was ich genau dazu gesagt habe, aber nett formuliert hatte ich es nicht. Meine Kollegin blieb stumm und sagte nichts darauf. Ich ließ nicht locker und reitete weiter darauf herum (wie man eben so ist als unreifer Bengel). Wieder antwortete sie nicht, aber ich merkte, dass sie etwas angespannt wirkte. „Was hast Du denn? Findest Du nicht auch, dass diese Frau wie ein … aussieht?“ Und plötzlich fauchte sie mich an und sagte: „Vielen Dank auch – das ist meine MUTTER!“ Ich wäre fast im Boden versunken. Das war mir so peinlich. Sie hat mich drei Wochen lang ignoriert und war – verständlicherweise – richtig sauer.
Da fällt mir soeben noch eine zweite Geschichte ein, die mir diesen Sommer passierte. Tatort Fit
nessstudio: ich trainiere an einem Gerät und sehe, wie ein Mann in die Frauenumkleide geht (er ist soeben im Studio angekommen und will sich umziehen). „Oh oh“, dachte ich und wartete nur darauf, bis die erste Frau in der Umkleide zum Kreischen beginnt. Nix! Minutenlang nichts! Hm? Als er kurz darauf umgezogen wieder raus kam, sagte ich zu ihm: „Jetzt haben Sie aber Glück gehabt, dass da keine Frau drinnen war!“ Er schaute verwirrt und noch bevor er antworten konnte: „Sie haben sich in der falschen Umkleide umgezogen. Die Herrenumkleide ist auf der anderen Seite!“ Der Blick wird finster und als Antwort bekam ich ein unfreundliches „ICH BIN EINE F-R-A-U!“ zu hören! Wenn Blicke töten könnten. Ja, ich bin generell gut darin, in Fettnäpfchen zu treten…

WalkofMovies: Wer sollte dich in einem Film über dein Leben übernehmen und warum?
Michael Sandorov: Solch einen Film würde ich ziemlich langweilig finden. Was sollte man da schon großartig erzählen? ‚Das Leben eines Workaholics!“ *gähn* Wenn es aber so sein sollte, dann würde ich mich natürlich selbst spielen wollen. Wahrscheinlich gar nicht so leicht, wie man es sich vorstellt.

WalkofMovies: Liebstes Fast-Food?
Michael Sandorov: Pommes Pommes Pommes! Komischerweise hatte ich gerade dieses Jahr so eine Phase, in der ich sehr oft Pommes brauchte/wollte. Kein Scherz: nach jedem Halbmarathon, den ich laufe/schaffe, belohne ich mich mit Pommes. Da habe ich dann einen enormen Heißhunger drauf. Keine Ahnung, warum das so ist. Generell esse ich aber nicht allzu oft in Fastfood-Restaurants. Häufiger steuere ich allerdings den Drive-In-Schalter an, um mir einen Kaffee zu besorgen. Diesen genieße ich dann während der Autofahrt, wenn ich mal wieder auf dem Weg zu den Dreharbeiten in München bin.

 

WalkofMovies: Lieblingsgetränk?
Michael Sandorov: Da ich die Marke nicht nennen darf/will: ich trinke überwiegend Wasser mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Aber auch nur von einer bestimmten österreichischen Marke. Meine Lieblingssorten schon seit längerem: Lemongrass und Rote Traube. Generell trinke ich leider viel zu wenig. Tagsüber meist nur Kaffee, das Wasser mit Geschmack vor allem nach dem Sport und abends. Wenn ich etwas genießen möchte, dann ist es a Glaserl Rotwein. Mit Bier kann man mich jagen…

WalkofMovies: Letzter Urlaub?
Michael Sandorov: Siehe oben: drei Wochen Australien! Ein unvergesslicher Urlaub. Wir waren zuerst für ein paar Tage in Sydney (eine atemberaubende Metropole), bevor wir weiter nach Melbourne geflogen sind. Das dortige Ziel war die Teilnahme am „Wings for Life World Run“. Im Grunde genommen war der Charitylauf auch der Auslöser unseres Urlaubs. Nach dem absolut tollen Lauferlebnis ging es tags darauf mit dem Mietwagen weiter. Von der Great Ocean Road bis nach Adelaide. Natürlich mit diversen Zwischenstopps (12 Apostel, …). Nach ein paar Tagen in Adelaide ging es mit einem weiteren Inlandsflug weiter nach Brisbane. Von dort aus mit dem Mietwagen die Gold Coast entlang, bis wir am Ende wieder in Sydney ankamen. Wir hatten unglaublich viel erlebt und besonders sind mir die überaus freundlichen und hilfsbereiten Australier in Erinnerung geblieben. Aber auch das tolle Essen, die süßen Kängurus (von denen wir zahlreiche gesehen hatten und es entstanden sogar witzige Selfies mit ihnen), die Koalas, die private Tour zu den Drehorten der australischen TV-Serie „McLeods Töchter“, … und und und. Das würde jetzt wirklich den Rahmen sprengen, wenn ich noch länger von dieser Reise schwärmen würde! Aber man merkt wohl, dass ich immer noch hin und weg von diesem Kontinenten bin.

WalkofMovies: Beschreibe dich mit drei Worten?
Michael Sandorov: Ehrgeizig, ungeduldig, kreativ

WalkofMovies: Lebensmotto?
Michael Sandorov:Meide negative Menschen – die haben für jede Lösung ein Problem!“ oder aber auch dieses hier: „Verbringe mehr Zeit in der Arbeit, anstatt Zuhause. Ruhe hast Du genug, wenn Du tot bist.“ Klingt natürlich für die meisten sehr merkwürdig und eher nach einem Anti-Lebensmotto (ist es an sich ja auch), aber es trifft halt doch auf mich zu – irgendwie! 

Vielen Dank Michael für deine Zeit! Wir freuen uns wieder von dir zu hören!

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